Film på tysk

 

Angst essen Seele auf

 

 

 

Opgaver til filmen:  Scene 2, Scene3, Scene 4 + 5, Scene 6 - 8, Scene 9 - 12  centrale begreber og temaer

Angst essen Seele auf

Regie u. Buch:

Rainer Werner Faßbinder

Produktion:

Rainer Werner Faßbinder, Tango-Film, Bundesrepublik Deutschland 1973

Format:

Prädikat:

Stichworte:

FSK:

Kategorie:

93 Min. - 16 mm - farbig

wertvoll

Ausländer - Minderheiten - Soziales Verhalten

12 Jahre

Spielfilm

Inhalt: In einem Ausländerlokal trifft die Witwe Emmi den marokkanischen Gastarbeiter Ali. Aus der Zufallsbekanntschaft erwächst eine solche Zuneigung, daß Emmi schließlich Ali gegen den Widerstand ihrer erwachsenen Kinder heiratet. Zunächst hält die Gehässigkeit der Nachbarn und Verwandten das ungleiche Paar zusammen. Sobald aber die Umwelt bereit ist, die Verbindung zu akzeptieren, kommt es zu Unstimmigkeiten. Ali, der sich von Emmi eingesperrt fühlt, kehrt zu der Kneipenwirtin Barbara zurück. Eines Abends bricht er bewußtlos zusammen. Im Krankenhaus erfährt Emmi, daß er infolge der dauernden psychischen Spannungen an Magengeschwüren leidet. Trotz geringer Erfolgsaussichten will sie einen neuen Anfang wagen.

Der Wunsch nach einer menschlicheren Gesellschaft ist das Grundmotiv dieses Filmes, der anrührend die Angst des einzelnen vor Einsamkeit und seine Suche nach Wärme und Geborgenheit mit den geballten Vorurteilen und sinnlosen Konventionen der Gesellschaft konfrontiert.

 

Emmi

Brigitte Mira

Ali

El Hedi Ben Salem

Barbara

Barbara Valentin

Krista

Irm Hermann

Bruno

Peter Gauhe

Albert

Karl Scheydt

Eugen

Rainer Werner Fassbinde

Herr Gruber

Marquard Bohm

Herr Angermeyer

Walter Sedlmayer

Frau Angermeyer

Doris Mattes

Frau Münchmeyer

Liselotte Eder

Paula

Gusti Kreissl

Hedwig

Margit Symo


Emmi Kurawski (Brigitte Mira), Witwe und Mutter dreier erwachsener Kinder, geht tagsüber putzen und verbringt die Abende alleine vor der Glotze. Eines Tages flüchtet sie vor einem gräßlichen Regenschauer in die triste Kneipe der drallen Barbara (Barbara Valentin). Hier fordert der junge Marokkaner Ali (El Hedi Ben Salem) die alte Dame zu einem Tanz auf. Aus Zuneigung erwächst Zärtlichkeit, und schließlich landen beide auf dem Standesamt. Die Nachbarn zerreißen sich das Maul, für die Arbeitskolleginnen ist Emmi plötzlich Luft, im Tante-Emma-Laden wird sie nicht mehr bedient, und ihre eigenen Kinder brechen den Kontakt zu ihr.

Dies ist einer der bekanntesten Filme Fassbinders; er stammt aus einer Phase, als seine Werke konventioneller und damit aber auch zugänglicher wurden. Fassbinder erzählt sein Melodram mit unprätentiöser Geradlinigkeit, aber keinesfalls ohne Biß. Viele Kritiker waren seinerzeit überrascht, daß die als Volksschauspielerin bekannte Brigitte Mira eine ausgezeichnete Leistung bot.

Gnadenlos hält uns Rainer W. Fassbinder zum Thema Ausländerfeindlichkeit und Einsamkeit den Spiegel vor. Sein 18. Film erhielt den Preis der Internationalen Filmkritik in Cannes, die glänzende Brigitte Mira den Bundesfilmpreis.