Film på tysk

 

Dann eben mit Gewalt

 

  

Das Jugendbuch mit dem Titel "Dann eben mit Gewalt" wurde von Jan de Zanger verfasst und ist 1986 erstmals erschienen. Zwei Jahre später erhielt es den Friedenspreis für Jugendbücher. In dieser Geschichte werden die Rassenprobleme der Jetztzeit an einer holländischen Schule aufgezeigt.

Eines Morgens sind Hakenkreuze an den Wänden der Gemeinschaftsschule Westerfeld. Der 17-jährige Lex Verschoor, Schüler der GS, will herausfinden, wer dahintersteckt, denn er hat seit einem Jahr eine indonesische Freundin namens Sandra Noya. Als diese eines Tages von einigen Jugendlichen auf offener Straße brutal zusammengeschlagen wird, verschärft sich die Situation noch zusätzlich. Lex verschweigt auf Sandra´s Wunsch diesen Vorfall. Den Mitschülern erzählen sie, Sandra wäre mit dem Rad gestürzt. Die ersten Hinweise auf die Täter geben die Drohbriefe, welche mit einem rotumrahmten Blitz gekennzeichnet sind, die sämtliche Schüler ausländischer Herkunft erhalten. Selbst Schüler, die seit ihrer Kindheit in Holland leben, werden mit den ausländerfeindlichen Drohungen verängstigt. Mit Parolen wie, "Diese Schule ist eine WEISSE Schule" beschmieren und besprühen die Rechtsradikalen die Umkleidekabinen vom Turnsaal der Schule. Den zweiten Anhaltspunkt erhält Lex, als sich Martin Holzmann, ein Mitschüler seiner Klasse, über das Wohlergehen seiner Freundin nach dem Raubüberfall informiert, wovon er jedoch nichts wissen konnte, da das Liebespaar diesen Vorfall gegenüber den Mitschülern verschwiegen hat. Daraufhin beschattet er den Jungen Tag und Nacht. Ab diesem Zeitpunkt wird es auch für ihn gefährlich, denn auch er bekommt regelmäßig Drohbriefe der Bande. Durch einen unglücklichen Zwischenfall verschlechtert sich das Verhältnis zwischen Lex und Sandra. Sie sagt ihrem Freund, dass sie mit einigen Ausländern selbst ermittelt, da das Mädchen seine Pläne nicht akzeptieren kann, denn Lex ist bereit notfalls körperliche Gewalt anzuwenden.

Während dieses Gesprächs werden Lex´s Fahrradreifen zerstochen. Am Heimweg trifft er Anne, eine Schulfreundin, die ihn prompt zum Kaffee einlädt. Dort lernt er Anne´s Schwester Ines kennen. Diese ruft ihn später zuhause an und gibt ihm wichtige Informationen über eine Begegnung mit Martin Holzmann. Aus diesem Telefonat entwickelt sich eine, für Sandra, zu intime Freundschaft. Wenn ihr wissen wollt, ob Lex Verschoor es schaffen wird die brutale Bande zu entlarven und ob sich das Verhältnis mit Sandra wieder einrenkt, dann müsst ihr es schon selber lesen.

Die Kernaussage dieses höchst interessanten Buches liegt wohl darin, dass es auch noch zu heutigen Zeiten verschiedene Gruppen gibt, die der Meinung sind, das weisse Volk stehe über den anderen Völkern. Wie das Buch zeigt, ist die Ausländerfeindlichkeit gerade in der Jugend verankert oder wird anerzogen. Insbesondere zeigt die Tatsache, dass das hervorragende Verhältnis der Hauptpersonen, das durch die diskriminierenden Vorkommnisse geschädigt wird, ja sogar vorerst zum Bruch führt, wie realitätsnah dieses Buch ist. Wie weit sich solcher Haß gegen ein anderes Volk ausweiten kann, weißt die derzeitige Kosovokrise auf radikale Weise auf. So gesehen kann man abschließend noch sagen, dass man das Problem "Ausländerfeindlichkeit" verallgemeinern muss, da solche Mißstände nicht nur in Holland und dem ehemaligen Jugoslawien vorhanden sind. Das Problem betrifft UNS ALLE.

 

Elevanmeldelser af bogen:  http://www.schulen.regensburg.de/goegy/gnad/Persoenliche%20Webseite.htm   

En 7 og en 8 klasse har arbejdet med bogen   http://www.asg.pa.by.schule.de/2000/deutsch/  


Instruktøren: 

Biographie

Rainer Kaufmann wurde 1959 in Frankfurt geboren. Er arbeitete zunächst als Zimmermann, seinen Zivildienst leistete er in einem SOS-Kinderdorf. Dann studierte er an der Goethe-Universität in Frankfurt Germanistik und Filmwissenschaften. Anschließend absolvierte er sein Regiestudium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München.

Schon in seinem achtminütigen Kurzfilm "Salz für das Leben", 1989 an der HFF entstanden, spielte Katja Riemann die Hauptrolle. Sie war seitdem auch in seinem Kurzfilm "Blutbad" und in den Kinoerfolgen Stadtgespräch und Die Apothekerin dabei. Mit Nicolette Krebitz hat Kaufmann bereits die TV-Filme "Greenhorn" und "Unschuldsengel" gedreht. Und Axel Milberg wirkte in "Der schönste Busen der Welt" mit. Aber auch seine übrigen Lieblingsdarsteller lesen sich wie das Who's Who des neuen deutschen Filmwunders: Thomas Heinze, Dominic Raacke, Peter Lohmeyer und Kai Wiesinger. Vor allem seine Zusammenarbeit mit Jürgen Vogel, Richy Müller und Maria Schrader erwies sich für Kaufmanns Karriere ebenso wie die der Stars als außerordentlich fruchtbar.

Kaufmanns "Salz für das Leben" wurde für den Bundes-Kurzfilmpreis nominiert und gewann den Regienachwuchs-Förderpreis der Stadt München. Sein Kurzfilm "Der schönste Busen der Welt" kam als Double-Feature mit Katja von Garniers "Abgeschminkt" ins Kino, entpuppte sich als Riesenhit (1,1 Mio. Besucher) und läutete so die Erfolgsära des deutschen Kinos in den 90er Jahren ein. Kaufmann erhielt dafür den Sonderpreis als Bester Regisseur auf dem Festival der Filmhochschulen in München, den Prix Canal plus und eine weitere Nominierung für den Bundeskurzfilmpreis.

Sein dritter Film, das Fernsehspiel "Dann eben mit Gewalt", wurde mit dem Europäischen Fernsehpreis, dem Nachwuchs-Telestar, dem CIVI-Preis und in Shanghai mit dem Magnolia Award ausgezeichnet. Es folgte der TV-Film "Einer meiner ältesten Freunde", der den Max-Ophüls-Preis und den Interfilm-Preis in Saarbrücken gewann und für den Adolf-Grimme-Preis nominiert war.