Die dänische 'Folkeskole'
und Fortbildungsmöglichkeiten ihrer Lehrer
von Annie
Ring Knudsen, Lehrer an der Pädagogischen Hochschule für Fortbildung in
Kopenhagen. Der Artikel erschien im IDV-Netz
(Internationaler Deutschlehrer Verband) als Antwort auf eine Frage zu
Fortbildungsmöglichkeiten der dänischen Lehrer.
1. Ausbildung der Lehrer:
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Dänische LehrerInnen werden in Pägogischen Hochschulen ausgebildet - nicht
in Unis. Es ist eine generelle, sehr breite pädagogische Ausbilding mit
recht vielen Fächern + 2-3 Hauptfächern. Dauert 4 Jahre.
2. Die dänische Folkeskole:
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ist seit 95 eine Einheitschule. Mit 6 Jahren fangen die Kinder in der
Vorschulklasse an, und sie bleiben bis Ende der 9. Klasse ungeteilt in der
selben Klasse/Schule. Nach der 9. Klasse können sie die 10. Klasse,
Berufschule, Handelsschule oder eine der vielen gymnasialen Ausbildungen
wählen.
3. Schulform:
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Jede Klasse hat im ganzen Schulverlauf ein eigenes Klassenzimmer und einen
Klassenlehrer, der meistens in der 5.-6. Klasse ausgewechselt wird.
Die Lehrer arbeiten in Teams mit den Klassen. Der Unterricht ist mehrmals im
Jahr als fachübergreifende Projektarbeit geplant. Das Ziel ist ein hoher
Grad von Schülermitwirken,- Mitbestimmung und Mitverantwortung.
Von den Lehrern wird verlangt, dass sie ihren Unterricht differenzieren!!!
Die Eltern haben gute Möglichkeiten für Interaktion und werden gründlich
informiert.
4. Pädagogische Zentren/Mediatheke/Lernmittelzentrale
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A. gibt es mehr oder weniger in allen Schulen. Da können Schüler und Lehrer
Bücher u.ä. holen, und da hat man auch Kameras, Videorecorder, Redigierpult
und Computer zur Verfügung. Man kann da arbeiten, und es gibt da immer
Bibliothekare, die auch eine Lehrerausbildung haben.
B. Viele Gemeinden haben größere Pädagogische Zentren, die für alle Schulen der
Gemeinde zur Verfügung stehen. Sie haben Klassensätze für alle Fächer und viele
andere Hilfsmittel, die man bestellen kann, und die dann zur gewünschten Zeit
zur Schule gebracht werden. Da kommen nur die Lehrer.
Die Mitarbeiter sind pädagogisch ausgebildete Biblithekare und Fachberater
für verschiedene Gebiete.
C. Alle Kreise haben noch größere Pädagogische Keiszentren/Lernmittelzentrale.
Alle diese Zentren sind verpflichtet, Fortbildungskurse anzubieten.
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Die Angebote werden in Zusammenarbeit mit den Schulen zusammengesetzt.
Die Kurse sind entweder '3-8 Stunden Kurse' oder 'längere Kurse 30-45 Stunden',
die dann z.B. jede Woche als 3 Stunden-Kurse ablaufen.
D. In Kopenhagen liegt DLH 'die Pädagogische Hochschule für Fortbildung', die
in allen großen Städten Dänemarks Abteilungen hat. Da wird geforscht, und
da gibt man sowohl 'Ganzjahr-kurse' als die 'längeren Kurse', aber man
schickt auch die Mitarbeiter in die Keis-und Gemeindezentralen, um da in
Zusammenarbeit mit den lokalen Mitarbeitern Kurse zu geben. Man steht auch
in Versuchs- Projekten den Schulen bei.
E. Fachliche Vereine: (Sprachlehrervereine u.ä.)
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bestehen für alle Fächer. Sie sind 'privat' dh. der Vorstand arbeitet con
amore, und die Mitglieder bezahlen Kontingent. Da werden viele Kurse
gegeben, sowohl kurze Kurse als 2-3 Tags Seminare. Sie waren früher neben
der 'DLH' die ein-
zige Möglichkeit für Fortbildung der Lehrer, und sie leisten immer noch große
Hilfe.
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Dies war alles eigentlich nur, um einen Hintergrund zu geben, und jetzt kommt
Das Wichtigste:
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Die Entwicklung in den Schulen geht in diesen Jahren sehr schnell, und
deshalb ist es von großer Bedutung, dass die Fortbildung der Lehrer
zweckgerichtet ist.
Deshalb
- wird in den Schulen und in den Gemeinden geplant, welche Kurse die
Schulen/die Lehrer brauchen - und wo.
- wird in der einzelnen Schule verhandelt, welche Lehrer an welche
Kurse teilnehmen werden.
- wird die Teilnahme an diesen Kursen als ein Teil der pflichtigen
Stundenzahl des Lehrers bezahlt.
- schickt man oft ein paar Lehrer von der Schule in den selben Kurs,
damit sie später zusammen arbeiten können und vielleicht auch ihr Wissen
an andere verbreiten können.
- haben die Lehrer einen Pool von Stunden, über die sie selbst verfügen.
Dadurch können sie also Kurse wählen, die sie selbst wünschen, für
die die Schule/die Gemeinde aber im Moment keinen großen Bedarf
hat.
Und zuletzt:
Die dänische Schule ist eine der teuresten auf der Welt, aber die Kinder
gehen gern zur Schule! Viele Lehrer fühlen aber, es wird von ihnen se...hr
vi....el
verlangt!
Das wäre es! |