Wolfgang
Borchert: Die drei dunklen
Könige
Fragen zum Text:
- Welche Personen stehen im Mittelpunkt dieser Geschichte? ein Mann (Vater), eine Frau
(Mutter), ein Kind (Säugling)
- Welches Schicksal könnten sie zuvor erlebt haben? auf der Flucht, obdachlos, allein in
der Stadt zurückgeblieben wegen der Geburt des Kindes, ("... erst eine Stunde
alt"), von Hunger und Angst geplagt.
- Welche Personen kommen hinzu? Mit welcher Absicht könnten sie in das Haus gekommen
sein? drei Männer, auf Gefangenschaft entlassene Soldaten oder entflohene Häftlinge...
vielleicht nur zu einer kurzen Rast oder auch mit räuberischer Absicht (Sieben Monate
geschnitzt ... Wasser in den Beinen)
- In welcher Zeit spielt diese Kurzgeschichte? In welchen Zeilen steht etwas darüber? im
Winter, es ist kalt, erfrorene Hände, an Weihnachten, in Kriegszeit oder Nachkriegszeit
(Ruinen, Uniformen)
- Erzählen sie den ersten Teil der Geschichte mündlich nach. Anschließend können
andere Schülerinnen oder Schüler oder Sie selbst mit Teil 2 und Teil 3 dasselbe tun.
Teil 1: "die Familie", Teil 2: "die Besucher", Teil 3: "das
Kind"
- Woran erinnern Sie die drei Könige in der Überschrift? an die Heiligen Drei Könige
aus der Weihnachtsgeschichte
- Suchen Sie Stellen im Text, die ebenfalls einen verstechten Bezug zu der Überschrift
haben Viele Stellen mit Bezug zu Weihnachten: neugeborenes Kind (erst eine Stunde alt), in
Elend geboren ein Heiligenschein, drei Besucher "sahen das Licht" die Besucher
bringen Geschencke wie die biblischen Heiligen Drei Könige die Drei über das Kind
gebeugt = Verehrung/Respekt, "sonderbare Heilige"
- Der Vater hat eine ohnmächtige Wut. Wie äußert sie sich? Warum ist er so wütend? Er
will den für dieses Elend Verantwortlichen die Faust ins Gesicht schlagen. Seine Familie
ist in Not, hat kein Zuhause, leidet Hunger, unter Lebensgefahr
- Mit welcher Absicht hat Wolfgang Borchert diese Geschichte erzählt? Er will das Elend
zeigen, in dem im Krieg unschuldigen Menschen leben müssen. Er will die Hilfslosigkeit
dieser Menschen deutlich machen, ihre oft hoffnungslose Lage. Er will eine Beziehung
herstellen vom heutigen Geschehen zu der biblischen Weihnachtsgeschichte und ihrer
(vergeblichen?) Friedensbotschaft.
- Überlegen Sie: Gibt es auch in unserer Gegenwart Familien mit solch einem Schicksal
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